Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer
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21. Mai 2017
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Der Businessplan – Der quantitative Finanzteil

Businessplan Finanzteil

Im letzten Beitrag habe ich bereits über den Businessplan im Allgemeinen gesprochen. In dem Beitrag ging es weitestgehend um den Aufbau und die einzelnen Bestandteile des Businessplans. Im diesem Beitrag geht es vor allem um die Liquiditätsplanung, also um den finanziellen Businessplan. Die Liquiditätsplanung zeigt alle Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse in einem Zeitabschnitt. Man kann das Ganze auch als Cash Flow Rechnung oder wie in diesem Fall als Cash Flow Planung bezeichnen.

 

Cash Flow Planung

Businessplan

Erstellung eines Businessplans

Die Eröffnung der Cash Flow Planung macht der Cash Open. Der Cash Open zeigt an, wieviel Geld zu Beginn einer Zeitperiode vorhanden ist. Dazu kommen der Cash Inflow und der Cash Outflow. Der Cash In zeigt alle Geldzuflüsse einer Periode wie Warenverkäufe, Einnahmen durch Dienstleistungen, Einlagen durch Gesellschafter oder Investoren, Bankdarlehen und die Vorsteuer, die an das Finanzamt zu entrichten sind. Der Cash Out zeigt alle Geldabflüsse einer Zeitperiode wie zum Beispiel Bezahlung der Lieferanten und Dienstleister, Gehälter, Investitionen, Zinsen und Tilgung, Unternehmenssteuer und Umsatzsteuer. Du solltest bei der der Cash Flow Rechnung immer darauf achten, dass du den Zeitpunkt angibst, an dem tatsächlich auch Geld fließt und nicht das Datum an dem eine Leistung erbracht wird. Kaufst du beispielsweise Ware ein und du hast ein Zahlungsziel von 60 Tagen, solltest du den Einkauf auch erst zwei Monate später in der Cash Flow Rechnung berücksichtigen. Dasselbe gilt für Einnahmen. Die Geldflüsse sind bei der Cash Flow Rechnung entscheidend und nicht die Warenflüsse. Alle Bewegungen plus dem Cash Open ergeben den Closing Cash. Den Closing Cash kannst du dann auf den Folgemonat übertragen, welcher dann wieder zu deinem neuen Cash Open wird. Der Closing Cash zeigt also immer deinen Kontostand an. Erweitere diese Ansicht Monat für Monat bis du zwei bis drei Jahre simulieren kannst.

 

Überlege jetzt genau, welche Ausgaben du in den kommenden zwei bis drei Jahren haben wirst und wann du wieviel Kapital benötigst. Versuche alles möglichst genau zu planen. Alle Punkte aus dem Businessplan, wie beispielsweise Entwicklungskosten, Marketingkosten, Miete und Gründerkosten sollten hier für den Investor klar erkennbar sein. Am besten du erstellt eine Grafik über den gesamten Zeitverlauf, indem du den Cash In und Cash Out als Balkendiagramm und den Closing Cash als Liniendiagramm in einer Grafik darstellst. Die Cash Out Linie hat größte Aussagekraft. Wenn sich diese Linie unter die Nulllinie bewegt, hast du ein Problem, da dein Bankkonto ins Minus rutscht. So etwas kann passieren. Du solltest du dann aber überlegen, wie du eine solche Situation vermeiden oder finanzieren kannst.

Mit farbig hinterlegten Tabellen und Grafiken kannst deine Planung besser verkaufen. Am Anfang haben viele StartUp’s eine längere Durststrecke zu überwinden. Wenn aber die erste Phase der Investitionen und der Entwicklung überstanden ist, Werbemaßnahmen greifen und die ersten Umsätze erzielt werden, kann sich das Unternehmen schon bald in die Gewinnzone bewegen. Und das kannst du mit einer schönen Grafik ganz genau zeigen. Du kannst natürlich auch deinem Investor zeigen, wann und wie du ihm seine Investition wieder auszahlen wirst. Und das ist genau das, was dein Geldgeber sehen möchte.

1 Kommentar

  1. […] Der Finanzteil belegt nochmal alle genannten Punkte mit dem notwendigen Zahlenmaterial. Alles was du bis jetzt beschrieben hast, sollte sich auch wieder im Finanzplan wiederfinden. Ein Finanzteil besteht immer aus einem quantitativen Teil, also einem Liquiditätsplan und einem Qualitativen Teil, der alle Entwicklung des Liquiditätsplan beschreibt und kommentiert. Mehr dazu findest du in nächsten Teil. […]

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