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Der Businessplan

Businessplan

Erstellung eines Businessplans

Der Businessplan ist das wichtigste Instrument um deine Geschäftsidee einem potenziellen Investor zu verkaufen. Egal oder der Geldgeber eine Bank, ein Business Angel, ein Risikokapitalgeber oder ein Privatinvestor, der über eine Crowdfundingplattform sein Geld anlegen möchte. Alle haben eine Sache Gemeinsam. Sie möchten genau wissen was mit ihrem Geld passiert. Oftmals sollen Geldbeträge im fünf- oder sechsstelligen Bereich investiert werden und jeder möchte genau wissen was damit passiert. Versetzt dich einfach in die Lage der Investoren. Was müsste dich überzeugen, einen großen Betrag zu investieren.

Businessplan

Hier kommt der Businessplan ins Spiel. Ein Businessplan ist eine Möglichkeit, die Geschäftsidee dem Interessenten zu verkaufen und somit auch eine Vertrauensbasis zu schaffen. Deshalb sollte ein Businessplan immer auch eine Geschichte erzählen in die alle Bestandteile des Businessplans mit einfließen. Das sind meist finanzielle und nicht finanzielle Bestandteile. Wie genau ein Businessplan aufzubauen ist nicht vorgeschrieben. Einige Investoren haben genaue Vorstellungen, was ein Businessplan enthalten muss.

 

Die wichtigsten Bestandteile des Businessplans

Einleitung

Hier solltest du in kurzen Worten eine grobe Zusammenfassung über deine Idee machen. Wichtig ist hier, dass du mit deiner Idee ein Interesse beim Empfänger wecken kannst. Der erste Eindruck ist meist prägend und entscheidet darüber, ob der Businessplan gelesen wird oder gleich im Papierkorb landet.

 

 

Gründerteam

Am besten ist immer eine Vorstellung des Gründerteams. Hier sollten alle Gründer mit Bild und einer kurzen Beschreibung über Qualifikation, Werdegang und Motivation erfolgen. Wenn möglich sollte das Gründerteam in seinen Funktionen ausgeglichen sein und Zuständigkeiten im StartUp genau definiert sein.

 

Geschäftsidee

Businessplan 2Das ist natürlich der Kern des Businessplan. Hier solltest du ausführlich beschreiben, was dein Produkt oder deine Dienstleistung ausmacht. Hier gilt es zu überzeugen. Was sind die Vorzüge deines Produktes oder Dienstleistung. Was macht sie einzigartig und warum sollte der Investor gerade in dein Produkt investieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Entwicklungsstand. Ist das Produkt bereits fertig und verkaufbar oder muss es noch aufwändig entwickelt werden. Wie stehen die Erfolgschancen, dass ein Produkt überhaupt die Marktreife erreicht und wie teuer ist die Entwicklung bis zur Marktreife.

Optimal wäre hier natürlich ein schon funktionierendes Produkt, dass schon einen ersten Markttest erfolgreich absolviert hat, in Form eines MVP’s, eines sogenannten Minimum Value Products. Mögliche Bilder und Videos sind hier natürlich von Vorteil damit sich der potentielle Investor ein besseres Bild über das Produkt oder die Dienstleistung machen kann.

 

Kunden und Wettbewerb

Wer sind deine potentiellen Kunden? Gibt es bereits Kunden und wie dringend wird dein Produkt am Markt benötigt? Löst dein Produkt einen dringenden Engpass einer Zielgruppe? Auch die ddemographischeZusammensetzung deiner Zielgruppe ist hier relevant. Ist deine Zielgruppe ein Massenmarkt oder eine Nische? Versuche hier eine gute Marktforschung zu betreiben. Sinnvoll sind hier natürlich Studien oder ein Produkt, dass sich am Markt schon bewährt hat und dadurch stichhaltige Beweise über die Nachfragesituation liefern kann

 

Konkurrenz

Wie viele Konkurrenten gibt es? Gibt es viele kleine Konkurrenten oder wenig große Konkurrenten und wie und warum kann gerade dein Produkt bestehen und andere Mitbewerber überholen? Wenn du einen Massenmarkt anstrebst wie zum Beispiel der Kaffeemarkt ist es deutlich schwieriger gegenüber starker etablierter Wettbewerber zu bestehen. Hast du ein Nischenprodukt ist es deutlich leichter Konkurrenten auszuhebeln. Auf der anderen Seite solltest du dich aber davor hüten einen Markt zu betreten, auf dem es noch keine Wettbewerber gibt. Dies hat oftmals einen Grund, da überhaupt keine Nachfrage besteht.

 

Regionales Angebot

Wird dein Produkt lokal angeboten oder kann es deutschlandweit, sogar global angeboten werden. Dies solltest du genau beschreiben, wie die Verbreitung auf den verschiedenen Märkten erfolgen soll.

 

Marketing

Wie genau soll das Produkt vertrieben werden. Welche Vertriebskanäle werden genutzt, wer kümmert sich darum. Welche Werbemaßnahmen werden ergriffen und zu welchen Preise lässt sich ein Produkt absetzen. Vor allem solltest du hier schon ein Werbebudget präsentieren können und welche Erträge daraus erwartet werden.

Tipp: Mache das Marketingkonzept zur Chefsache und beauftrage keine Agentur dafür. Für die Umsetzung ist eine Agentur auf jeden Fall sinnvoll, aber auch kostspielig. Denke hier über Alternativen nach.

 

Organisation

Hier solltest du beschreiben, wie du dein Unternehmen aufbauen wirst. Welche Mitarbeiter sollen eingestellt werden und wie soll die Organisation aussehen. Welche Räumlichkeiten werden benötigt und welche Rechtsform wählst du für dein Unternehmen.

 

Chancen und Risiken

Zu guter Letzt solltest du nochmal genau die Chancen und Risiken ehrlich abwägen. Der potentielle Investor sollte genau wissen worauf er sich einlässt. Das schafft Vertrauen und entschärft später mögliche Streitthemen, wenn ein vorhersehbares Risiko eingetreten ist.

 

Finanzteil

Kommen wir zum Herzstück des Businessplans. Der Finanzteil

Der Finanzteil belegt nochmal alle genannten Punkte mit dem notwendigen Zahlenmaterial. Alles was du bis jetzt beschrieben hast, sollte sich auch wieder im Finanzplan wiederfinden. Ein Finanzteil besteht immer aus einem quantitativen Teil, also einem Liquiditätsplan und einem Qualitativen Teil, der alle Entwicklung des Liquiditätsplan beschreibt und kommentiert. Mehr dazu findest du in nächsten Teil.

 

Der Liquiditätsplan.

Businessplan 3Der Liquiditätsplan ist eine Art Cash Flow Rechnung und soll alle Geldflüsse beschreiben, die in das Unternehmen einfließen und das Unternehmen wieder verlassen. Du solltest also auf Monatlicher Basis die einzelnen Einnahmen und Ausgaben für die kommenden drei Jahre darstellen können.

Als Mittelzufluss kommen zu Beginn alle mögliche Investitionen, Privateinlagen oder Kredite, die Geld in dein Unternehmen bringen. Später kommen dann noch die Einnahmen dazu, die du aus den Verkaufserlösen erzielst. Auf der Ausgabenseite kommen alle Aufwendungen für Rohstoffe, Einkäufe von Handelsware, Investitionen, Dienstleistungen, Gehälter, Miete, etc. zu tragen. Ganz wichtig, vergiss hier bitte die Steuer nicht. Das wird oft unterschätzt.

Deine Geldzuflüsse und –Abflüsse stellst du gegenüber. Der daraus entstandene Saldo wird auf den Folgemonat übertragen. Dadurch simulierst du praktisch dein Kontostand. Du solltest in der Planung darauf achten, dass der Saldo nicht ins Minus rutscht, da hierfür Zinsen anfallen oder eine Zwischenfinanzierung notwendig ist.

 

Der Qualitative Teil

Der qualitative Teil des Finanzplans kommentiert die einzelnen Bestandteile des Liquiditätsplans. Hier ist wichtig, dass du nicht einfach nur die Zahlen herunterbetest. Ein Businessplan muss immer eine Geschichte erzählen. Versuche hier auch mit Emotionen zu arbeiten und beschreibe genau wie du die finanziellen Ziele umsetzen und erreichen möchtest. Hier gilt wieder, dass du den Empfänger mit deiner Kompetenz überzeugen musst.

 

Wie du genau einen Finanzteil erstellst erkläre ich die in einem separaten Beitrag.

Man muss sich beim Businessplan über eine Sache im Klaren sein. Die Aussagekraft des Businessplans ist begrenzt, da kaum abgeschätzt werden kann, wie sich ein neues Produkt oder Dienstleistung entwickeln wird. Zudem ist es kaum möglich, ohne Erfahrungswerte drei Jahre zu prognostizieren. Es macht aber trotzdem Sinn einen Businessplan zu erstellen und ihn auch zu leben. Einen Businessplan zu leben bedeutet auch, dass du ein regelmäßiges Reporting machen solltest und durch einen Soll-Ist Vergleich die Abweichungen analysierst. Stelle deinen Investoren in Aussicht, dass du regelmäßig über die finanzielle Entwicklung einen Investorenbericht erstellen wirst. Das schafft Vertrauen, vor allem wenn man ein professionelles Controlling anbieten kann. Du kannst für den Finanzteil auch einen professionellen Controller konsultieren.

 

Brauchst du Unterstützung bei der Erstellung deines Businessplans? Kontaktiere uns. Wir helfen dir gerne.

1 Kommentar

  1. […] letzten Beitrag habe ich bereits über den Businessplan im Allgemeinen gesprochen. In dem Beitrag ging es […]

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